Sporthalle Senden – Holzbau in Bestform
Wir realisierten im Auftrag der Stadt Senden als Generalunternehmer den Neubau einer modernen Dreifeldsporthalle nördlich des Schulcampus der Rektor-Werner-Ziegler-Mittelschule und der Städtischen Wirtschaftsschule. Auf einer Fläche von rund 4.510 m² entstand ein eigenständiger dreigeschossiger Baukörper mit einer Bruttogeschossfläche von ca. 3.300 m², der den Schulcampus durch neue Außensportflächen und Parkmöglichkeiten entlang der Holsteiner Straße erweiterte. Die Halle wurde als Sonderbau der Gebäudeklasse 3 geplant und schlüsselfertig inklusive aller Planungsleistungen umgesetzt.
Der Neubau umfasst über die Höhe aller Geschosse eine in drei Segmente teilbare Spielfeldfläche mit Tribüne. Eine 34 cm dicke Stahlbetonwand trennt den Spielfeldbereich von den angrenzenden Räumen. Im Untergeschoss liegen die Nutzungsräume, das Erdgeschoss bietet Begegnungs- und Erschließungsbereiche, und das Obergeschoss beherbergt die Lüftungstechnik. Der Zugang erfolgt über einen überdachten Rücksprung der Westfassade in ein helles Foyer mit Sichtbetonflächen und Luftraum bis ins Dachgeschoss. Auch Flure und Treppenhäuser wurden in Sichtbeton (Anforderungsklasse SB 3) ausgeführt, was dem Innenraum ein klares, robustes Erscheinungsbild verleiht.
Alle statisch relevanten Bauteile unterhalb des Geländeniveaus wurden in Stahlbetonmassivbauweise ausgeführt; erdberührte Bauteile bestehen aus wasserundurchlässigem Beton (WU-Beton). Die Lastabtragung erfolgt über eine freitragende Bodenplatte, die auf rund 150 mantelverpressten duktilen Gusspfählen gegründet ist. Ab Erdgeschossniveau setzt das Projekt konsequent auf Holzbau: Der Großteil der Außen- und Innenwände wurde in Holzrahmenbauweise mit hinterlüfteter Lisenenfassade umgesetzt, wobei die Fassadenelemente bereits im Werk vormontiert wurden.
Ein besonderes Highlight ist die Hallendachkonstruktion als Kastenträger aus Fachwerkträgern. Neun Träger aus Brettschichtholz mit je 34 Metern Länge und bis zu 2,73 Metern Höhe überspannen das gesamte Spielfeld. Die Flachdachkonstruktion ruht auf diesen Fachwerkträgern, welche im Raster von 2,5 Metern das gesamte Spielfeld und die Tribüne überspannen. Die Träger wurden im Werk zu Kastenträgern vormontiert, jeweils zwei Träger verbunden mit den Brettsperrholz-Deckenelementen. Lüftungsleitungen und Elektroinstallationen wurden bereits eingebaut, sodass die Montage auf der Baustelle besonders schnell erfolgen konnte. Der Transport dieser bis zu 16 Tonnen schweren Kastenträger erfolgte in neun Nachttransporten zum Baugelände. Vor Ort wurden sie mit einem 700- bis 750-Tonnen-Autokran eingehoben – einer der größten seiner Klasse. Innerhalb von nur drei Tagen war die gesamte Dachkonstruktion montiert – ein beeindruckender Kraftakt aus Präzision, Teamwork und modernem Holzbau.
Im Dachbereich bestehen die Decken aus Brettsperrholzelementen, während alle übrigen Decken in Stahlbeton ausgeführt wurden. Im Untergeschoss sowie in Teilen des Erdgeschosses wurden teilweise abgehängte Akustikdecken installiert, um optimale Raumakustik und ein angenehmes Hallenambiente zu gewährleisten.
Insgesamt wurden rund 3.945 m³ Holz und Holzwerkstoffe verbaut. So entstand nicht nur ein stabiles und tragfähiges Gebäude mit typischem Holzbaucharakter, sondern auch ein nachhaltiges Bauwerk, das Ressourcen effizient nutzt und durch die Vorfertigung im Werk energie- und materialschonend umgesetzt wurde.
Die Sporthalle verbindet moderne Holzbauweise mit Sichtbetonflächen und industrieller Vorfertigung. Sie ist technisch anspruchsvoll, ästhetisch stark und nachhaltig gebaut. Fertiggestellt im Winter 2025, konnte sie pünktlich zum Jahresstart 2026 genutzt werden und war ein besonderes Weihnachtsgeschenk für Schüler:innen und Lehrende.

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Dominik Wowra
Leiter Vertrieb
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