Neubau Polizeischule in Villingen-Schwenningen
Wenn man an Universitäts- und Hochschulgebäude denkt, kommen einem wahrscheinlich nicht sofort Holzbauten in den Sinn.
Dabei hat Holz gegenüber Stahl oder Beton den Vorteil, dass es eine warme und natürliche Atmosphäre schafft. Perfekt für eine Hochschule, in der sich Studierende wohlfühlen sollen.
Der Neubau mit einer Bruttogrundfläche von 4.418 m2 erstreckt sich über drei Etagen und gehört zur Gebäudeklasse 5, als Sonderbau. Das Gebäude, das sowohl als Hörsaal- als auch Bürogebäude dient, beherbergt insgesamt 48 Büros, 47 Hörsäle und 25 weitere Räume. Ein besonderes Merkmal des Neubaus ist seine Konstruktion aus 120 vorgefertigten Holzmodulen, die in Blaustein vorgefertigt, nach Villingen-Schwenningen transportiert und vor Ort montiert wurden. Die Holzmodulbauweise wurde vor allem aus Zeitgründen gewählt und hat die Bauzeit erheblich verkürzt. Der Rohbau erfolgte parallel zur Produktion der Holzmodule. Dadurch betrug die gesamte Bauzeit lediglich 1,5 Jahre – der Holzbau wurde in nur 4 Monaten umgesetzt.
Für die Konstruktion des Gebäudes wurden insgesamt 1.458 m3 Holz verbaut, darunter Konstruktionsvollholz (KVH), Brettschichtholz (BSH), Baubuche, Brettsperrholz (BSP), Weißtanne und OSB-Platten. Durch die raumhohen Fenster flutet Tageslicht in die Hörsäle und Büros. Die Innenwände, Böden und Decken bestehen aus Brettsperrholzkonstruktionen in Weißtanne. Die sichtbaren Holzoberflächen im Inneren tragen zur angenehmen Atmosphäre und guten Akustik bei, was das Raumklima ideal zum Lernen und Lehren macht. Doch nicht nur die lichtdurchfluteten Innenräume können sich sehen lassen, auch die Fassade ist ein echter Hingucker. Hier glänzt eine Holz-Lamellenkonstruktion aus Weißtanne. Dies gibt dem Gebäude eine frische und moderne Ausstrahlung.
Zusätzlich ist der Neubau mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet und in seiner Holzmodulbauweise sowohl ökologisch als auch energetisch vorbildlich. Insgesamt entstand durch den Neubau schnell und auf nachhaltige Weise zusätzlicher Platz für die Studierenden.
Das Projekt wurde beim Deutschen Holzbaupreis 2021 mit einer Anerkennung bedacht. Lobende Worte findet die Jury besonders für die Fassade, die aus rhythmisierter Holzbekleidung besteht und das gesamte Projekt wird als „bemerkenswerter Beleg für die Möglichkeiten, mit Holzmodulbau hochwertige Architektur zu schaffen“ hervorgehoben.
Externe Publikationen über das Projekt

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Dominik Wowra
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