Bürogebäude Herzmanns II – nachhaltiger Holzhybridbau für moderne Arbeitswelten
In nur 18 Monaten entstand in Herzmanns ein zukunftsweisender Gebäudekomplex mit rund 160 modernen Büroarbeitsplätzen unter einem Dach. Der fünfgeschossige Neubau (Gebäudeklasse 5 | Sonderbau) zeigt eindrucksvoll, wie klassische Stahlbetonstrukturen und moderne Holzbauweisen zu einem harmonischen, leistungsfähigen Ganzen verschmelzen können.
Der Baukörper kombiniert Stahlbeton- und Holzskelettbauweise mit einer präzise gefertigten Pfosten-Riegel-Fassade. Etwa die Hälfte des Gebäudes wurde vom 1. bis 3. Obergeschoss komplett in Holzbauweise umgesetzt, während die andere Hälfte sowie das Treppenhaus als Hybridbau realisiert wurden: Stahlbetonstützen und -decken treffen hier auf vorgehängte, gedämmte Holzfassadenelemente.
Der Mittelbau basierte auf einem klassischen Stahlbetonskelett, ergänzt durch hochgradig vorgefertigte, vorgehängte Fassadenelemente aus Holz. Die Stirnseiten wurden in Massivholz ausgeführt. Im Dachgeschoss blieb die Holzbalkenkonstruktion sichtbar, wodurch die Tragstruktur erlebbar wurde und ein einladendes Raumambiente entstand. Ziel der Geiger Gruppe war es, Holz nicht nur konstruktiv einzusetzen, sondern erlebbar zu machen.
Der hohe Vorfertigungsgrad der Fassadenelemente beschleunigte die Montage erheblich. Eine technische Besonderheit bildete die komplette Befestigung über Halfenschienen – innen wie außen. Dadurch entfiel jegliches Dübeln auf der Baustelle, was präzises Justieren, hohe Sicherheit und spürbare Zeit- und Kostenvorteile ermöglichte.
Die rund 4.250 m² Nutzfläche gliederten sich in ein vielseitig nutzbares Erdgeschoss mit Empfang, Foyer, Kantine und Eventfläche sowie flexible Bürolandschaften in den Obergeschossen. Die Skelettbauweise erlaubte maximale Freiheit für zukünftige Um- und Nachnutzungen – ein weiterer Beitrag zu nachhaltigem Bauen.
Auch ökologisch setzt das Gebäude ein starkes Zeichen: Gegenüber dem ersten Bürogebäude am Standort wurden 20 % weniger Beton eingesetzt. Die Tragkonstruktion der Obergeschosse besteht aus über 250 m³ Holz. Insgesamt kamen rund 480 m³ Holz zum Einsatz, darunter Moco Pinus 3D-Schalung (vergraut), BSH und BPH in sichtbarer weißer Beschichtung, BauBuche sowie OSB – ein klares Statement für klimafreundliche Materialwahl und verantwortungsbewussten Ressourceneinsatz.
Ein weiteres Highlight: Der Neubau nutzt eine bereits bestehende Fläche und wurde auf einer ehemaligen Kiesgrube errichtet, die später als Deponie floss. Die verfüllte Fläche dient nun als Baugrund – ein starkes Beispiel für gelebtes Flächenrecycling. Ergänzt wird das nachhaltige Gesamtkonzept durch eine Photovoltaikanlage und eine Wärmepumpe, die das Gebäude energieeffizient versorgen.
Als Teil der Geiger Gruppe realisierte müllerblaustein den Holzbau in enger Zusammenarbeit mit weiteren Geschäftsbereichen und setzte mit dem neuen Hauptsitz ein bauliches Zeichen für die Verbindung von Holzbau, hybriden Tragwerken und moderner Gebäudetechnik – dabei verdeutlichte das Projekt das breite Leistungsspektrum und die interdisziplinäre Stärke der Geiger Gruppe.
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